Geschichten über die Arbeit mit KI
Wissen, das bleibt,
wenn das KI-Tool wechselt.
Was soll deine KI beim nächsten Auftrag über deine Arbeit schon wissen?
Welche Aufgaben übernehmen KI-Helfer?
Und wer entscheidet, was rausgeht?

Die Autorin
Estelle Aribaud
Ich baue Infrastruktur, mit der Unternehmen ihre KI-Agenten orchestrieren und dabei die Kontrolle über ihr Wissen behalten.
Seit Anfang 2025 arbeite ich produktiv mit KI: mit den großen amerikanischen Anbietern, mit Mistral und für sensible Daten mit lokalen Modellen. Der Wechsel zwischen ihnen gehört zur Arbeit, denn eine Architektur, die an einem Anbieter hängt, trägt nicht lange. Aus dieser Praxis und aus echten Projekten entstehen diese Geschichten: An konkreten Arbeitssituationen zeigen sie, wie Kontext, Rollen, Zugänge und Freigaben zusammenspielen.
Mich interessiert seit Langem, wie aus Systemen Denken entsteht. 2003 wollte ich deshalb Neurobiologie studieren; alle rieten ab, es sei brotlos. Also habe ich Systeme anderswo studiert, Soziologie, Politik und Recht. 2016 trainierte ich abends im TensorFlow Playground kleine neuronale Netze und sah, dass das kleinere Netz das Muster zuverlässiger erkannte als das größere mit mehr Rechenkraft. Was ein System zu sehen bekommt, entscheidet über sein Ergebnis. Ende 2024 habe ich mein Vorstandsamt niedergelegt, um ganz an dieser Frage zu arbeiten. Heute baue ich als Gründerin von MoselMinds Infrastruktur für die Orchestrierung von KI-Agenten. Dahinter steht ein größeres Ziel. Ein Netz, in dem Menschen und ihre Agenten über Unternehmensgrenzen hinweg zusammenarbeiten und dabei die Kontrolle über ihr Wissen behalten.
Teil 2 erscheint in Kürze. Wenn du eine Nachricht möchtest, sobald die Geschichte online ist: schreib mir „Teil 2“. Ich melde mich einmal dazu und verwende deine Adresse für nichts anderes.
Anne ist eine erfundene Figur. Ihre Arbeitswoche stammt aus echten Problemen: der Assistent ohne Gedächtnis, das überladene Chatfenster, die Frage, was ohne Rückfrage rausgehen darf.